Halle
Halle, Germany

Felddichtebestimmung mit Sandkegelverfahren in Halle – präzise Verdichtungskontrolle

Die Bodenverhältnisse in Halle sind ein zweischneidiges Schwert. Nördlich der Saale, etwa im Paulusviertel oder um Trotha, trifft man auf durchlässige, sandig-kiesige Ablagerungen der Saale-Terrassen, die sich hervorragend verdichten lassen. Südlich des Flusses, in Richtung Silberhöhe oder Ammendorf, steht man dagegen auf dichten, oft steifen Geschiebemergeln, die bei unsachgemäßer Bearbeitung zur Verdichtungssperre neigen. Wer hier ein Bauprojekt ohne systematische Felddichtebestimmung plant, riskiert ungleichmäßige Setzungen. Unser Ansatz kombiniert das klassische Sandkegelverfahren mit einer genauen lokalen Bodenansprache, damit Sie in jeder Lage der Stadt den geforderten Verdichtungsgrad sicher erreichen.

Ein Walzübergang zu wenig kann eine Setzungsdifferenz von Millimetern erzeugen – und genau das messen wir mit dem Sandkegel in Halle.

Arbeitsumfang in Halle

Ein klassischer Fehler auf Baustellen in Halle ist die Annahme, dass eine hohe Anzahl von Walzübergängen automatisch einen hohen Verdichtungsgrad garantiert. Gerade im halleschen Porphyrverwitterungslehm, der in Teilen des Stadtgebiets auftritt, verfälscht eine oberflächliche Verkrustung oft das Ergebnis von Schnelltests. Die Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelverfahren deckt solche Täuschungen auf, weil sie direkt die Trockendichte in situ misst – unabhängig vom Wassergehalt oder der Oberflächenspannung.
Das Verfahren ist besonders solid für bindige und gemischtkörnige Böden und liefert den direkten Nachweis der geforderten Proctordichte. Für Schottertragschichten unter Fundamenten oder Verkehrsflächen ist es die Methode der Wahl, wenn der Lastplattendruckversuch an seine Grenzen stößt.
Felddichtebestimmung mit Sandkegelverfahren in Halle – präzise Verdichtungskontrolle
Felddichtebestimmung mit Sandkegelverfahren in Halle – präzise Verdichtungskontrolle
ParameterTypischer Wert
PrüfnormDIN 18125-2
BodenartenBindige und gemischtkörnige Böden bis 63 mm
PrüftiefeOberflächennah, ca. 15–20 cm
MessgrößeTrockendichte und Verdichtungsgrad DPr
KalibrierungSandkonstante vor Ort bestimmt
EinsatzbereichLeitungsgräben, Tragschichten, Erdbaulagen
Dauer je Einzelprüfungca. 20–30 Minuten

Kritische Bodenfaktoren in Halle

Die DIN 18125-2 fordert eine repräsentative Anzahl von Prüfpunkten je Verfülllage. In Halle ist das besonders relevant, weil der städtische Untergrund stark von heterogenen Auffüllungen aus der Nachkriegszeit geprägt ist – im Innenstadtbereich und entlang der ehemaligen Industrieachsen finden sich oft bis zu drei Meter mächtige anthropogene Schichten mit Bauschutt und Schlacke. Ein punktueller Dichtewert ohne systematische Rastermessung ist hier wertlos. Unsere Felddichtebestimmung folgt einem strengen Prüfraster, das die tatsächliche Homogenität der Verdichtung abbildet. Denn eine unentdeckte Schwachstelle in einer Leitungszone unter einer Verkehrsfläche führt in Halle schnell zu Frostschäden oder einem plötzlichen Rohrbruch durch differentielle Bewegungen im Untergrund.

Benötigen Sie eine geotechnische Bewertung?

Antwort innerhalb von 24h.

Anwendbare Normen: DIN 18125-2: Baugrund, Untersuchung von Bodenproben – Bestimmung der Dichte des Bodens – Teil 2: Feldversuche, ZTV E-StB 17: Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für Erdarbeiten im Straßenbau, DIN EN 1997-2 (Eurocode 7): Entwurf, Berechnung und Bemessung in der Geotechnik – Teil 2: Erkundung und Untersuchung des Baugrunds

Unsere Leistungen

Unser Prüfservice für die Felddichtebestimmung ist modular aufgebaut und lässt sich mit weiteren Untersuchungen kombinieren, um ein vollständiges Bild der Tragfähigkeit zu erhalten.

Verdichtungskontrolle im Erd- und Straßenbau

Lagenweise Prüfung nach ZTV E-StB mit lückenloser Dokumentation des Verdichtungsgrads für jede Einbaulage.

Qualitätssicherung bei Leitungsgräben

Nachweis der geforderten Proctordichte in der Verfüllzone von Kanal- und Versorgungsleitungen gemäß Vorgaben der Stadtwerke Halle.

Kombinationsprüfung mit Lastplattendruck

Ergänzung der Felddichtebestimmung durch den Plattendruckversuch nach DIN 18134 für einen direkten Verformungsmodul des verdichteten Bodens.

Baubegleitende Beweissicherung

Dichtemessungen als Teil der Beweissicherung an Bestandsgebäuden vor und nach Rüttelverdichtungsarbeiten oder Tiefbauprojekten in Halle.

Häufig gestellte Fragen

Wie viele Sandkegel-Prüfungen sind pro Bauabschnitt erforderlich?

Die Anzahl der Prüfungen richtet sich nach dem Prüfplan des Baugrundgutachters. Als Faustregel gilt: mindestens ein Prüfpunkt je 300–500 m² verfüllter Fläche, bei Gräben mindestens ein Punkt je 50 laufende Meter – in Halle oft dichter wegen der heterogenen Auffüllungen.

Was kostet eine Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelverfahren?

Pro Einzelprüfung inklusive Kalibrierung und Protokoll liegen die Kosten im Raum Halle bei €110. Bei mehreren Punkten am gleichen Tag reduziert sich der Aufwand für Anfahrt und Vorbereitung entsprechend.

Unterscheidet sich der Ablauf auf einer Baustelle im Stadtgebiet von Halle vom Umland?

Technisch nicht. In der dichten Innenstadtbebauung achten wir jedoch besonders auf Abschirmung gegen Wind, damit der Kalibriersand nicht verweht. Zudem ist die Zugänglichkeit für die Prüfgrube bei engen Baugruben ein logistischer Faktor, den wir frühzeitig mit der Bauleitung klären.

Abdeckung in Halle