Die hydraulische Raupensonde mit Automatikhammer setzt auf dem Gelände auf. 63,5 Kilogramm Fallgewicht, 76 Zentimeter Fallhöhe. In Halle arbeiten wir bevorzugt mit kompakten Raupengeräten, die in den engen Stadtbereichen um die Altstadt oder auf den schwer zugänglichen Grundstücken in Giebichenstein manövrierfähig bleiben. Der Rammvorgang selbst liefert alle 30 Sekunden einen Messpunkt: Schlagzahlen pro 15 Zentimeter Eindringung, aus denen sich der N30-Wert ergibt. Bei den für Halle typischen Lössböden und den quartären Saaleschottern, die den Untergrund der Stadt prägen, erkennen wir schon während der Sondierung die Wechsellagerungen, die später über Setzungsverhalten und Gründungstiefe entscheiden. Die SPT-Bohrung ist das Rückgrat jeder Baugrunderkundung, weil sie Probe und Kennwert in einem Arbeitsgang liefert.
Im halleschen Löss entscheiden oft drei Schlagzahlen über die Wahl zwischen Flachgründung und Pfahlgründung – wir protokollieren den Widerstand zentimetergenau.
Arbeitsumfang in Halle

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Kritische Bodenfaktoren in Halle
Halle zählt rund 240.000 Einwohner und liegt im Einzugsgebiet der seismisch wenig aktiven Leipziger Tieflandsbucht. Das Risiko liegt hier nicht im Erdbeben, sondern in der Baugrundschichtung selbst. Die Saaleterrassenkiese führen oft gespanntes Grundwasser; wird das bei der Sondierung nicht erkannt, drohen hydraulische Grundbrüche in der Baugrube. Kritischer noch sind die Löss-Schluff-Komplexe: Bei Wasserzutritt und dynamischer Belastung verlieren sie ihre Strukturfestigkeit. Wir hatten einen Fall in der Silberhöhe, wo ein Bauherr auf Verdichtung statt Austausch setzte – die Rammsonde zeigte nach sechs Monaten Setzungsdifferenzen von über 4 Zentimetern. Die SPT-Werte unter fünf Schlägen pro 15 Zentimeter im oberen Horizont waren das Warnsignal, das überlesen wurde. In den Auebereichen entlang der Saale ist die Verflüssigung unter zyklischer Last ein Thema, das wir bei jedem Infrastrukturprojekt prüfen.
Unsere Leistungen
Unser Leistungsspektrum für Baugrunderkundungen in Halle bündeln wir in zwei klar umrissene Pakete, die über die reine Sondierung hinausgehen:
Baugrundgutachten mit SPT-Hauptuntersuchung
Kombinierte Leistung aus Rammkernsondierung und SPT nach DIN EN ISO 22476-3. Wir erstellen Schichtenprofile, entnehmen gestörte Proben und leiten Bemessungswerte für Flach- und Pfahlgründungen ab. Inklusive Angabe der Konsistenz und Lagerungsdichte für alle angetroffenen Bodenschichten – speziell abgestimmt auf die halleschen Saalekiese und Lössablagerungen.
SPT-Begleitsondierung mit Laborprogramm
Für Projekte, bei denen die SPT-Daten durch Laborversuche abgesichert werden müssen. Wir übernehmen die Probenentnahme aus der Sondierung und organisieren die Analyse im akkreditierten Labor (DIN EN ISO 17892). Korngrößenverteilung, Atterberg-Grenzen und bei Bedarf Triaxialversuche – alles aus einer Hand, mit einem Bericht, der vor den halleschen Bauaufsichtsämtern standhält.
Häufig gestellte Fragen
Was kostet eine SPT-Bohrung in Halle?
Für eine SPT-Bohrung nach DIN EN ISO 22476-3 in Halle rechnen Sie mit Kosten zwischen €500 und €690. Der Preis hängt von der Bohrtiefe, der Anzahl der Sondierpunkte und der Zugänglichkeit des Geländes ab. In den engen Straßen der Altstadt oder auf Hanggrundstücken in Kröllwitz kann der Aufwand für die Gerätepositionierung den Preis beeinflussen. Wir erstellen ein verbindliches Angebot nach Besichtigung des Baufelds.
Bis zu welcher Tiefe ist die SPT-Bohrung in den halleschen Böden aussagekräftig?
In den Lössböden und Saalekiesen Halles erreichen wir mit dem Standardgestänge Tiefen zwischen 15 und 25 Metern. Bei größeren Tiefen oder wenn der hallesche Porphyr ansteht, stoppt die Rammsonde am Fels. Für Tiefen über 25 Meter oder zur Durchörterung von Gerölllagen mit Steinen über 60 Millimeter setzen wir dann auf alternative Verfahren wie Kernbohrungen, die wir bei Bedarf koordinieren.
Reicht eine SPT-Bohrung für die Gründungsempfehlung in den Auebereichen der Saale?
Die SPT liefert die Basiskennwerte, aber in den Auebereichen mit organischen Beimengungen und weichen Tonen empfehlen wir immer eine Kombination mit CPT-Sondierungen oder Flügelscherversuchen. Die SPT-Werte allein können in diesen inhomogenen Böden die undränierte Scherfestigkeit nicht mit der nötigen Genauigkeit abbilden, die das Grundbauinstitut der TU Dresden für sensible Saaleaue-Standorte fordert.