Halle
Halle, Germany

Schürfgrube (Sondierbohrung) in Halle – Befund vor Ort mit Gewissheit

Die geotechnische Erkundung in Halle profitiert von einem nüchternen Blick auf die Stadtgeologie. Der historische Kern um den Marktplatz ruht auf jahrhundertealter Bebauung, während die Gründerzeitviertel im Norden oft auf anthropogenen Auffüllungen stehen. Wer hier ein Bauvorhaben plant, muss mit heterogenem Untergrund rechnen – von sandigen Kiesen der Saaleterrassen bis zu bindigen Auelehmen. Eine Schürfgrube liefert den unverfälschten Aufschluss, den keine indirekte Methode ersetzen kann. Kombiniert man den Handschurf mit einer Sondierbohrung nach DIN EN ISO 22475-1, erhält man ein belastbares Baugrundmodell, das den statischen Anforderungen der DIN 1054 genügt und die Tragwerksplanung auf sichere Füße stellt.

Ein Handschurf in der Saaleaue offenbart oft binnen der ersten zwei Meter, ob die Tragfähigkeit für eine Flachgründung ausreicht oder eine Bodenverbesserung nötig wird.

Arbeitsumfang in Halle

Für den Einsatz in Halle wird ein Bagger mit Tieflöffel eingesetzt, dessen Schaufelbreite auf beengte innerstädtische Grundstücke abgestimmt ist. Der Aushub erfolgt stufenweise, wobei jede Lage vom Ingenieur händisch abgestochen und angesprochen wird. In den quartären Kiesen der Saaleaue zeigt sich oft eine dichte Lagerung, die den Bagger kurzzeitig an seine Grenzen bringt. Die Schürfgrube erlaubt die Entnahme von Sonderproben in Zylindern, die im akkreditierten Labor nach DIN 18123 auf Korngrößenverteilung und nach Atterberg-Grenzen auf Plastizität untersucht werden. Die Dokumentation des Schichtprofils erfolgt lückenlos mit Fotodokumentation und Einmessung per GNSS, sodass jedes Detail des Baugrunds in Halle revisionssicher festgehalten ist.
Schürfgrube (Sondierbohrung) in Halle – Befund vor Ort mit Gewissheit
Schürfgrube (Sondierbohrung) in Halle – Befund vor Ort mit Gewissheit
ParameterTypischer Wert
Maximale Aufschlusstiefe (Bagger)bis 4,5 m unter GOK
Maximale Aufschlusstiefe (Handschurf)bis 1,5 m unter GOK
Probennahmegestört (Eimer) und ungestört (Ausstechzylinder)
EinmessungGNSS (RTK) mit Lage- und Höhenbezug
DokumentationSchichtenverzeichnis nach DIN 4023
Normative GrundlageDIN EN ISO 22475-1, DIN 4021
LaboruntersuchungenKornverteilung, Glühverlust, Plastizität, Wassergehalt

Demonstration video

Kritische Bodenfaktoren in Halle

Die mittlere Höhenlage Halles von rund 90 m ü. NHN täuscht über die tatsächliche Heterogenität des Untergrunds hinweg. Gerade in den Niederungen der Saale und der Weißen Elster treten gering tragfähige Auelehme auf, die bei Wasserzutritt rasch an Konsistenz verlieren. Bauherren in Silberhöhe oder Neustadt unterschätzen häufig die Mächtigkeit der Auffüllungen aus der Nachkriegszeit, die mit Bauschutt und Industrieschlacken durchsetzt sind. Ohne eine Schürfgrube bleiben solche Wechsellagerungen unerkannt, was später zu unerwarteten Setzungen oder kostspieligen Nachtragsbohrungen führen kann. Die direkte Begutachtung der Schichtgrenzen vor Ort ist die einzige Methode, um organische Einschlüsse oder lokale Vernässungszonen zuverlässig zu identifizieren und die Gründungsempfehlung darauf abzustimmen.

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Antwort innerhalb von 24h.

Anwendbare Normen: DIN 4021 – Aufschluss durch Schürfe, DIN 4023 – Geotechnische Erkundung, Zeichnerische Darstellung, DIN EN ISO 22475-1 – Probenentnahme und Grundwassermessungen, DIN 1054 – Baugrund; Sicherheitsnachweise im Erd- und Grundbau

Unsere Leistungen

Das Leistungsbild der Baugrunderkundung in Halle umfasst den maschinellen und händischen Aufschluss sowie die fachtechnische Bewertung. Jeder Auftrag wird auf die spezifische Baugrundsituation der Liegenschaft zugeschnitten.

Maschinelle Schürfgrube mit Begutachtung

Aushub mit Mobilbagger bis 4,5 m Tiefe, schichtweise Abtragung und bodenmechanische Ansprache durch einen Geotechniker. Inklusive Fotodokumentation, Einmessung per GNSS und Schichtenverzeichnis nach DIN 4023.

Handschurf mit Sondierbohrung

Händischer Aufschluss bis 1,5 m Tiefe für beengte Grundstücke, kombiniert mit einer Sondierbohrung für tiefere Horizonte. Ideal für denkmalgeschützte Ensembles mit eingeschränkter Zugänglichkeit.

Häufig gestellte Fragen

Wann ist eine Schürfgrube einer reinen Bohrung in Halle überlegen?

Immer dann, wenn die oberflächennahen Schichten ungestört begutachtet werden müssen. In der Saaleaue wechseln sich Sandlinsen und Auelehme oft auf Dezimeter-Skala ab – diese Feinschichtung erfasst nur der offene Schurf, nicht die gestörte Bohrprobe. Auch der Nachweis von Bauschutt oder organischen Beimengungen gelingt im Schurf wesentlich sicherer.

Reicht eine Schürfgrube für das Baugrundgutachten aus?

Für ein Gründungsgutachten nach DIN 1054 ist die Schürfgrube ein wichtiger Baustein, aber selten die einzige Aufschlussmethode. In der Regel kombinieren wir den Schurf mit einer Sondierbohrung, um tiefere Horizonte zu erreichen. Die Anzahl der Aufschlüsse richtet sich nach der Grundstücksgröße und der geologischen Situation vor Ort in Halle.

Mit welchen Kosten muss ich für eine Schürfgrube in Halle rechnen?

Eine maschinelle Schürfgrube mit Begutachtung und Dokumentation liegt je nach Tiefe und Zugänglichkeit zwischen €520 und €820. Der genaue Betrag hängt von der Gerätevorhaltung, der Entsorgung des Aushubs und dem Labrumfang ab. Ein verbindliches Angebot erstellen wir nach einer kurzen Ortsbesichtigung.

Wie tief kann eine Schürfgrube in Halle geführt werden?

Mit dem Mobilbagger erreichen wir in Halle üblicherweise 4,0 bis 4,5 m unter Geländeoberkante. Bei beengten Verhältnissen kommt ein Minibagger zum Einsatz, der etwa 3,0 m schafft. Für größere Tiefen wird die Schürfgrube mit einer Sondierbohrung kombiniert, um ein lückenloses Profil zu erhalten.

Welche Genehmigungen sind für den Schurf in Halle nötig?

In Halle ist die Schürfgrube ein Bodeneingriff, der je nach Lage und Tiefe anzeigepflichtig sein kann. Wir klären im Vorfeld, ob das Vorhaben der Unteren Wasserbehörde oder dem Grünflächenamt gemeldet werden muss. Bei Verdacht auf Kampfmittel – in Halle leider kein seltener Fall – schalten wir vorab den Kampfmittelbeseitigungsdienst ein.

Abdeckung in Halle